+ Abt Michael Prohazka während einer Liturgie in der byzantinischen Kapelle in Geras.
+ Abt Michael Prohazka während einer Liturgie in der byzantinischen Kapelle in Geras.
Byzantinischer Gedenkgottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn für Abt Michael, den Brückenbauer zwischen den Kirchen.
Am 22. August 2023 um 18: 00 Uhr wird Kardinal Christoph Schönborn einem feierlichen byzantinischen Gottesdienst mit Totengedenken für den kürzlich verstorbenen Archimandrit Michael Prohazka, im Stephansdom vorstehen. Der emeritierte Abt von Stift Geras und frühere Vizerektor des Collegium Orientale in Eichstätt ist am 28. Juli 2023 in Wien verstorben und hinterlässt eine tief empfundene Lücke im Ordinariat für die katholischen Ostkirchen in Österreich.
Der Gottesdienst in deutscher Sprache wird von den Priestern des Ordinariats für die katholischen Ostkirchen und des Collegium Orientale in Eichstätt, wo Altabt Prohazka von 2018 bis 2022 als Vizerektor tätig war, mit dem Kardinal gefeiert. Die Liturgie wird vom Chor des Collegium Orientale begleitet.
"Archimandrit Michael hatte eine tiefe Liebe zu den Ostkirchen, ihrer Liturgie und Spiritualität. Österreich wird sich immer an seinen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung und unermüdlichen Förderung der byzantinischen Liturgie und Spiritualität in diesem Land erinnern, ebenso wie an seinen sehr wichtigen Beitrag zur Ökumene und Dialog mit den orthodoxen Brüdern", so Erzpriester Yuriy Kolasa, Generalvikar für die katholischen Ostkirchen in Österreich.
Altabt Michael Prohazka, 1956 in Wien geboren, zeichnete sich durch sein ökumenisches Engagement und seine enge Verbindung zu den orthodoxen Ostkirchen aus. Während seiner Zeit als Abt erreichte er die Errichtung einer byzantinischen Kapelle durch Kardinal Schönborn, den Ordinarius für die katholischen Ostkirchen in Österreich. Er pflegte zeitlebens freundschaftliche Kontakte zur griechisch-orthodoxen Kirche in Österreich, aber auch zu Mönchen auf dem Berg Athos. Seine persönliche Spiritualität und sein seelsorgliches Wirken waren von der Spiritualität des östlichen Mönchtums geprägt.
Als Vorstandsmitglied der Stiftung Pro Oriente und als Vizerektor des Collegium Orientale in Eichstätt trug Altabt Prohazka maßgeblich zum Dialog zwischen den Kirchen des Ostens und Westens bei. Zuletzt wirkte er als Nationalsekretär des Andreas-Petrus-Werkes, einer Institution des vatikanischen Dikasteriums für die orientalischen Kirchen mit Sitz in Salzburg.
Mit profunder Kenntnis der byzantinischen Tradition und als Priester des lateinischen und des byzantinischen Ritus war Altabt Michael Prohazka ein Brückenbauer zwischen den Kirchen.
Der Gedenkgottesdienst für Altabt Michael Prohazka entspricht seinem persönlichen Wunsch und ist zugleich eine Gelegenheit für alle Wegbegleiter, auch aus der Ökumene, sich von ihm in würdiger Weise zu verabschieden.