150 Jahre ist St. Othmar alt. Der 80 Meter hohe Turm ist bis heute einer höchsten Kirchtürme Wiens.
150 Jahre ist St. Othmar alt. Der 80 Meter hohe Turm ist bis heute einer höchsten Kirchtürme Wiens.
Heute vor 150 Jahren wurde die Kirche St. Othmar unweit des Radetzkyplatzes geweiht. Festwochende- Mitte September mit Kardinal Schönborn.
Heute vor 150 Jahren, am 24. August 1873, weihte der Wiener Erzbischof Kardinal Othmar Rauscher nach acht Jahren Bauzeit die St. Othmar-Kirche im Herzen des Weißgerberviertels ein. Die Wurzeln der St. Othmar-Kirche reichen weit in die Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1158 entstand das Dorf "Weihrochberg", das später den Namen "Weißgärber" erhielt. Die Anfänge waren schwierig. Zumindest gab es eine dem Hl. Wolfgang geweihte Kapelle. Weiterhin existierte eine Kirche, die der Hl. Margarethe geweiht war, sowie eine Kapelle zu Ehren der heiligsten Dreifaltigkeit.
Die Margarethenkirche wurde zum Herzstück der Gemeinschaft, überstand jedoch nicht die Zeiten. Mehrere Versuche, eine eigene Kirche zu errichten, scheiterten jedoch, bis Erzbischof Joseph Othmar Rauscher im Jahr 1862 den Bau der St. Othmar-Kirche ermöglichte. Unter der Leitung des Dombaumeisters Friedrich Schmidt begannen die Bauarbeiten im Jahr 1866 und fanden 1873 ihren Abschluss.
Erzbischof Joseph Othmar Rauscher ermöglichte den Bau der St. Othmar-Kirche, die zwischen 1866 und 1869 errichtet wurde. Geplant wurde die neugotische, dreischiffige Hallenkirche von Dombaumeister Friedrich Schmidt, der durch den Bau des Wiener Rathauses Berühmtheit erlangt hat. Die Kirche blieb allerdings vorerst eine Filialkirche der Pfarre St. Rochus und Sebastian. Bereits am 1. Jänner 1874 wurde jedoch die Pfarre St. Othmar errichtet und zählte 12.000 Katholiken. Das Pfarrgebiet wurde aus Teilen der Pfarren Landstraße, Erdberg und Rennweg gebildet.
Im Laufe der Jahrzehnte erlebte die Kirche verschiedene Entwicklungen und Herausforderungen. Sie wurde 1896 erstmals renoviert und seit 1904 elektrisch beleuchtet. Während des Ersten Weltkriegs wurden drei von vier Glocken abgeliefert. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei Bombardierungen stark beschädigt und in den Nachkriegsjahren mit Unterstützung der Gemeinde Wien wiederhergestellt.
Weitere Renovierungen und Anpassungen im Zuge der Liturgiereform folgten in den 1950er und 60er Jahren. Heute steht die St. Othmar-Kirche als Ort des Glaubens und der Gemeinschaft im Pfarrgebiet, das von Wienfluss, Donaukanal, Wassergasse, Geusaugasse, Seidlgasse und Landstraßer Hauptstraße begrenzt wird. Bischofsvikar Dariusz Schutzki war bereits in den 1990er Jahren Kaplan in St. Othmar und ist seit 2003 Pfarrer der 6000 Katholiken zählenden Gemeinde.
Festwochenende am 16. und 17. September
Die Pfarre St. Othmar feiert ihr Jubiläum mit einem Festwochenende.
Das Fest beginnt am Samstag, 16. September, um 14.00 Uhr. Um 19.00 Uhr wird eine feierliche Vesper gesungen. Höhepunkt ist der Festgottesdienst mit anschließender Agape am Sonntagvormittag um 10.00 Uhr mit Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn.