Namensgeber der Auszeichnung ist der Liturgie-Pionier Pius Parsch (1884-1954), der als wichtiger Wegbereiter der "Liturgischen Bewegung" in Österreich gilt
Namensgeber der Auszeichnung ist der Liturgie-Pionier Pius Parsch (1884-1954), der als wichtiger Wegbereiter der "Liturgischen Bewegung" in Österreich gilt
Verleihung am 7. Dezember in Klosterneuburg. Bedeutendste liturgiewissenschaftliche Auszeichnung im deutschen Sprachraum.
Der derzeit in den USA lehrende deutsche Priester und Liturgiewissenschafter Marco Benini (37) wird mit dem in Erinnerung an die Anliegen des österreichischen Liturgiepioniers Pius Parsch (1884-1954) vergebenen Pius-Parsch-Preis 2019 ausgezeichnet.
Eine internationale Jury habe dem Eichstätter Diözesanpriester diese bedeutendste liturgiewissenschaftliche Auszeichnung im deutschen Sprachraum zuerkannt, teilte das Klosterneuburger Piusch-Parsch-Institut am Montag, 11. November 2019 mit. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis wird am 7. Dezember in der Klosterneuburger Kirche St. Gertrud nach einem Gottesdienst mit Propst Bernhard Backovsky überreicht.
Der Pius-Parsch-Preis wird alle zwei Jahre vom Pius-Parsch-Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie vergeben. Benini, der derzeit als Gastprofessor an der Catholic University of America in Washington D.C. das Fach Liturgiewissenschaft lehrt, erhält die Auszeichnung laut Jury für seine Habilitationsschrift "Liturgische Bibelhermeneutik. Die Heilige Schrift im Horizont des Gottesdienstes", die die Verbindung von Bibel und Liturgie als zentrales Anliegen von Pius Parsch wie auch des Zweiten Vatikanischen Konzils vertiefend weiterdenkt.
Namensgeber der Auszeichnung ist der Liturgie-Pionier Pius Parsch (1884-1954), der als wichtiger Wegbereiter der "Liturgischen Bewegung" in Österreich gilt. Ab 1922 feierte er Gemeinschaftsmessen in der Kirche St. Gertrud, bei denen Teile der Messfeier vom Volk in deutscher Sprache gesungen wurden ("Betsingmesse"). Parsch wollte damit eine aktivere Teilnahme der Mitfeiernden und eine Rückbesinnung auf das Urchristentum erreichen. Diese Feiern gelten als die Geburtsstunde der liturgischen Bewegung in Österreich.
Ein Durchbruch gelang 1933, als beim Wiener Katholikentag eine Betsingmesse gefeiert wurde. Ab 1926 gab er die Zeitschrift "Bibel und Liturgie" und ab 1928 die Zeitschrift "Lebe mit der Kirche" heraus. 1950 gründete er das Klosterneuburger Bibelapostolat, das erschwingliche Ausgaben der Heiligen Schrift und Bibeleinführungen verkaufte. Nicht zuletzt diesem publizistischen Wirken Parschs ist es zu verdanken, dass die Inhalte der liturgischen Bewegung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.