Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim verweist auf den Baufortschritt der Hochschule, die mit Hilfe von Spenden ausgebaut werden konnte.
Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim verweist auf den Baufortschritt der Hochschule, die mit Hilfe von Spenden ausgebaut werden konnte.
Am 30. April wird Kardinal Christoph Schönborn die ausgebaute Hochschule in Heiligenkreuz einweihen.
Der Zustrom an die Hochschule Heiligenkreuz ist ungebrochen. Zählte die Hochschule noch vor 10 Jahren gerade einmal 62 Hörer, so sind es derzeit 274. „Von diesen sind 160 bereits Priesterkandidaten und Ordensleute: aus 12 Diözesen und 14 verschiedenen Orden und Gemeinschaften“, berichtet Hochschul-Rektor P. Karl Wallner OCist.
Drei Viertel der Studenten stammen aus Österreich und Deutschland, der Rest ist international. Das Überdiözesane Priesterseminar Leopoldinum ist mit 38 Studenten so überfüllt, dass zehn Wohncontainer im Garten aufgestellt werden mussten, weil es nur 28 Zimmer hat.
„Vor allem aber ist die Hochschule Heiligenkreuz eine Anlaufstelle für junge Leute aus dem deutschen Sprachraum geworden, die auf der Suche sind nach ihrer Berufung“, sagt Wallner: „Geistliche Berufungen gibt es, aber die Art und Weise, wie junge Menschen den Ruf Gottes erfahren, hat sich radikal geändert: Die gläubige Familie, in der man beten und Kirche-Gehen lernt, gibt es immer weniger; den Jugendkaplan oder Pfarrer, der einen begeistert, findet man auch nur mehr selten...“
So mancher kommt nach Heiligenkreuz, weil er bei einem Weltjugendtreffen mit dem Papst oder in Medjugorje von Gott berührt wurde. „In Heiligenkreuz kann man nicht nur studieren, sondern auch glauben lernen“, sagt Clemens. Und fügt hinzu: „Und das brauchen wir auch!“
Rektor Wallner: „Mit dem Priesterwerden ist es heute wie mit dem Heiraten: Die Jungen brauchen einfach länger, um sich zu entscheiden. Hieß es früher: ‚Drum prüfe, wer sich ewig bindet, heißt es heute: Drum prüfe ewig, wer sich bindet…‘ Das gilt gerade für Priesterberufungen.“
Der Zustrom zur Ordenshochschule hänge damit zusammen, „dass sich hier mitten im Verdunsten der Erfahrungswelten des Glaubens ein ‚Hot Spot‘ gebildet hat, wo man den Glauben nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen lernen kann“.
Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz
Webseite: "Der Sonntag"
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