Geschäftsführer Elmar Walter zeigt sich froh darüber, "dass die Industriellenvereinigung die Relevanz der frühkindlichen Bildung erkannt hat und eine kindzentrierte Pädagogik unterstützt".
Geschäftsführer Elmar Walter zeigt sich froh darüber, "dass die Industriellenvereinigung die Relevanz der frühkindlichen Bildung erkannt hat und eine kindzentrierte Pädagogik unterstützt".
Kirchliche Kindergärten Wiens drängen wegen "unglaublichen Aufholbedarfs" auf Reform.
Die katholischen Kindergärten Wiens haben das elementarpädagogische Konzept der Industriellenvereinigung (IV) begrüßt. Der Vorschlag sei ein "wichtiger Impuls für die bildungspolitische Debatte" im Bereich der Kindergärten, wo Reformen dringend nötig seien, erklärte die St. Nikolausstiftung in einer Aussendung von Dienstag, 14. April 2015. Geschäftsführer Elmar Walter zeigte sich froh darüber, "dass die IV die Relevanz der frühkindlichen Bildung erkannt hat und eine kindzentrierte Pädagogik unterstützt".
Speziell in der Elementarpädagogik hat Österreich in den Augen der St. Nikolausstiftung einen "unglaublichen Aufholbedarf"; das Ansehen des Kindergartens müsse gesellschafts- und bildungspolitisch gestärkt werden. Die IV-Forderung, Elementarpädagogik in die Bundeskompetenz einzugliedern, wäre aus Sicht der St. Nikolausstiftung der erste Schritt für ein zukunftsweisendes Bildungssystem von Beginn an.
Verhaltene Kritik gab es allerdings zum IV-Vorschlag einer Vorverlegung schulischer Inhalte in den Kindergarten: Dies wäre ein "Blick in die falsche Richtung", erklärte Susanna Haas, Pädagogische Leiterin der St. Nikolausstiftung, denn: "In den Kindergärten werden vom Kind ausgehend viele Kompetenzen gestärkt, die auch für die Schule relevant sind." Für eine gelingende Zusammenarbeit von Schule und Kindergarten müsse vor allem das "Bild vom Kind" definiert werden, betonte Haas.
IV-Präsident Georg Kapsch hatte am Dienstag eine bundesweit einheitliche Bildungsstrategie für die Phase bis zur Volksschule präsentiert. Den Vorschlägen nach sollen Vier- bis Sechsjährige an zumindest vier Tagen pro Woche verpflichtend in den kostenlosen Kindergarten gehen. Im letzten Jahr soll mit der Volksschule schon kooperiert werden. Vor dem vierten Geburtstag sollen die Elternbeiträge sozial gestaffelt und mittelfristig die gesamte Krippen- und Kindergartenzeit gratis werden. Gefordert wird auch ein Masterabschluss für Kindergartenleiter, ein Bachelor für Gruppenleiter sowie mehr Anreize für Männer im Berufsfeld Elementarpädagogik.
St. Nikolausstiftung: