Im Hospiz werde seit zwei Jahrzehnten ein wesentlicher Dienst an der Gesellschaft geleistet, sagte der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl beim Festakt von CS Rennweg und CS Hospiz Rennweg.
Im Hospiz werde seit zwei Jahrzehnten ein wesentlicher Dienst an der Gesellschaft geleistet, sagte der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl beim Festakt von CS Rennweg und CS Hospiz Rennweg.
Festakt zum 20-jährigen Bestehen von CS Rennweg und CS Hospiz Rennweg.
Unter dem Motto "Eine Ode an das Leben" feierte die "Caritas Socialis" am Donnerstagabend, 7. Mai 2015 in Wien das 20-jährige Bestehen des Pflegezentrums CS Rennweg und des CS Hospiz Rennweg.
Im Hospiz werde seit zwei Jahrzehnten ein wesentlicher Dienst an der Gesellschaft geleistet, sagte der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl bei dem Festakt. "Hier lernt man, offen und tröstend über den Tod zu reden." Mit ihrem Tun zeige die Hospizbewegung einen alternativen Weg zu den "immer aufgeregteren Überlegungen zum Thema Euthanasie" auf, so Krätzl. Er zitierte den früheren Wiener SPÖ-Vizebürgermeister Hans Mayr: "Wer so liebevoll auf dem letzten Weg begleitet wird wie hier, kommt nicht auf den Gedanken, um Sterbehilfe zu bitten."
Der Kirche werde nicht selten vorgeworfen, dass sie gesellschaftlichen Entwicklungen hinterher hinke, sagte der Weihbischof. Beim CS Hospiz Rennweg, das 1995 das erste stationäre Hospiz in Österreich war, sei die Kirche vor 20 Jahren ihrer Zeit voraus gewesen. Heute sei man "stolz darauf", was die Schwesterngemeinschaft auf die Beine gestellt habe, betonte Krätzl, der in diesem Zusammenhang auch an die 2009 verstorbene Hospiz-Pionierin Sr. Hildegard Teuschl erinnerte.
Lob für die Caritas Socialis gab es bei der Feier auch von Seiten der Politik und der Stadt Wien. "Hier können pflegebedürftige und unheilbar kranke Menschen sicher sein, dass sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen", sagte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Sie verwies dazu auf das "stark geknüpfte Pflegenetz" der Bundeshauptstadt und sprach sich für eine umfassende weitere Integration der Palliativbetreuung in diesem Bereich aus. Landtagspräsidentin Marianne Klicka würdigte die konstante Entwicklungsarbeit der CS im Pflege- und Hospizbereich, die den Dienst am Menschen in den Mittelpunkt stelle.
Der Geschäftsführer des "Fonds Soziales Wien", Peter Hacker, lobte die bestehende Partnerschaft mit der Caritas Socialis. Sowohl im stationären als auch im mobilen Bereich sei diese "bespielgebend durch ihr Engagement, die hohe Qualität ihrer Leistungen und ihre Kundenorientierung".
Am Tag des 20-jährigen Bestehens der CS Rennweg wurde die Einrichtung auch mit dem diesjährigen "Great place to work"-Preis als Österreichs bester Arbeitgeber im Gesundheitsbereich 2015 ausgezeichnet. Für CS-Geschäftsführer Robert Oberndorfer eine "Bestätigung des Mäeutischen Pflegekonzepts, das MitarbeiterInnen und Betreute in der CS gemeinsam in den Fokus nimmt mit dem Ziel die Qualität kontinuierlich zu steigern", wie er beim Jubiläumsfest betonte.
Vorgestellt wurden zudem zwei Projekte, die mithelfen sollen, das Thema Demenz für Kinder verständlicher und leichter zugänglich zu machen, darunter die weltweit erste Demenz-Kinder-App. Die Handy-App, gelesen von Burgschauspieler Peter Mati, wird in rund drei Wochen in App Stores kostenlos verfügbar sein. Unter dem Titel "Anna und die beste Oma der Welt - Demenz kindgerecht erklärt" ist zudem ein Minibuch erschienen, das seit dieser Woche offiziell in der CS Caritas Socialis gegen freiwillige Spenden erhältlich ist.
Caritas Socialis: