Der Dienst der Zisterzienserinnen an Gott und am Nächsten im auf Kneippen und Fasten spezialisierten Kurhaus Marienkron ist weit über die Region Seewinkel hinaus bekannt und geschätzt.
Der Dienst der Zisterzienserinnen an Gott und am Nächsten im auf Kneippen und Fasten spezialisierten Kurhaus Marienkron ist weit über die Region Seewinkel hinaus bekannt und geschätzt.
Zisterzienserinnen feiern mit Pontifikalamt am 16. August das 60-jährige Bestehen ihrer Abtei.
Die Zisterzienserinnen im burgenländischen Marienkron feiern am kommenden Sonntag, 16. August 2015, dem Gründungstag, das 60-jährige Bestehen ihrer Abtei. Abt Maximilian Heim vom Stift Heiligenkreuz wird gemeinsam mit dem Mönchhofer Pfarrer Pater Michael Weiss eine Festmesse in der Klosterkirche halten. Erwartet werden u.a. Pater Erhard Rauch, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs, aber auch die frühere steirische Landeschefin Waltraud Klasnic sowie der 2. Landtagspräsident im Burgenland, Rudolf Strommer.
Grußworte sprechen Äbtissin M. Petra Articus von der Abtei Seligenthal, dem Gründungskloster Marienkons, und Josef Kolby, Bürgermeister von Mönchdorf, in dessen Gemeindegebiet die Abtei liegt. Anschließend laden die Schwestern zur Agape. Um 14 Uhr steht eine Aufführung des Theater-Stücks der Schwestern "Die chassidische Geschichte von der Schatzsuche" im Festsaal des Kurhauses auf dem Programm.
Im Kurhaus steht auch die Fotoausstellung zum Jubiläum "Die bunte Welt der Nonnen in Schwarz-Weiß" von Emmerich Mädl zur Besichtigung offen. Der Künstler führt durch die Ausstellung, zusätzlich werden Führungen durch das Kurhaus angeboten.
Die Wurzeln der Klostergründung in Marienkron reicht zurück in das Jahr 1953 und ist eng mit dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wienerwald verbunden. Dieses sorgten für ein Grundstück im Bereich der zum Orden gehörenden Pfarre Mönchhof und konnten Zisterzienserinnen aus der deutschen Abtei Seligenthal zur Besiedelung von Marienkron bewegen. Am 15. August 1955 wurde das Kloster vorerst als Provisorium im Mönchhofer Pfarrhof gegründet. Nach Bauabschluss 1959 erfolgte die Erhebung zum selbständigen Priorat, 1991 zur Abtei.
Der Ort dicht an der ungarischen Grenze war damals bewusst gewählt worden: Marienkron sollte eine Gebetsstätte am Eisernen Vorhang sein. Inzwischen stehen verfolgte Christen und der Frieden in der Welt im Mittelpunkt. Ein vom Lateinischen Patriarchen Fouad Twal der Klostergemeinschaft übergebenes Kreuz soll ein sichtbares Zeichen für die Verbindung mit den Christen im Heiligen Land sein.
1969 bauten die Schwestern ein Kur- und Gesundheitszentrum, wo sie bis heute erholungssuchende Gäste betreuen. Steht das Kurhaus für Fastenheilen und Kneipp-Kuren, so sieht sich das Kloster als Ort des Gebets und der Kontemplation, an dem Kurgäste mitleben können und der gleichzeitig Kraftort für den Dienst der Schwerstern im Kurzentrum ist.
Waren früher Kloster und Kurhaus sehr eng miteinander verbunden, so hat man seit einigen Jahren die Bereiche wieder stärker getrennt. Seit Anfang 2015 ist eine neu gegründet Gesellschaft, an der neben der Abtei Marienkron und dem Stift Heiligenkreuz mehrheitlich der Orden der Grazer Elisabethinen beteiligt ist, Trägerin der Kuranstalt. Die Schwestern sind aber mit zahlreichen geistlichen Angeboten im Kurbetrieb nach wie vor präsent.
Abtei Marienkron:
www.abtei-marienkron.at