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24.11.2015

Heinz Faßmann: "Unsere Werte sind nicht diskutierbar"

Migrations- und Integrationsexperte Heinz Faßmann

"Schule ist eine Chanceninstanz in der Gesellschaft. Das zukünftige Einkommen oder die
Arbeitslosigkeitsrisiken sind mit der Schulbildung eng verbunden", sagt Heinz Faßmann.

Für den Integrationsexperten Heinz Faßmann besteht ein Teil des Integrationsprozesses in der Erklärung und Einforderung der grundsätzlichen Werte in Österreich: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Religionsfreiheit.

Ein Interview im SONNTAG.

Vor 20 Jahren haben Sie mit einem Buch die Frage gestellt: Ist Österreich ein Einwanderungsland? Was antworten Sie heute darauf? Warum gab es lange Zeit eine Realitätsverweigerung?

 

Heinz Faßmann: Heute würde ich klar sagen, dass dieses Fragezeichen durch ein Rufzeichen ersetzt werden kann. Österreich ist ein Einwanderungsland. Das ist politisch vielleicht nicht so konzipiert gewesen. Es ist im Zuge der Zeit einfach passiert. Die Politik hat es aber lange nicht wahrgenommen, auch nicht wahrnehmen wollen, weil sie der Vorstellung der Gastarbeiterwanderung anhängig war. Gastarbeiter kommen und Gastarbeiter gehen, es herrscht so etwas wie eine rotierende Bevölkerungsgruppe. Das war im Wesentlichen die Idee der Gastarbeiterwanderung, Zeitwanderung, aber nicht Zuwanderung. Die Politik hat sehr lange gebraucht, um diese neue Form der Zuwanderung zur Kenntnis zu nehmen.

 

 

Welchen Beitrag leistet die Migration zur Bevölkerungsentwicklung?

Ist Zuwanderung die alleinige Lösung für den demographischen Wandel?

 

Heinz Faßmann: Zunächst: Zuwanderung leistet einen ganz wichtigen Beitrag. Ich sage gar nicht positiv oder negativ, sondern stelle es dar wie es ist: Bevölkerungswachstum, welches Österreich erlebt, ist ein ausschließlich durch Zuwanderung gesteuertes Wachstum. Geburten- und Sterbezahlen gleichen sich im Wesentlichen aus. Zuwanderung bestimmt die Dynamik der Bevölkerung. Österreich hat wie alle anderen zentraleuropäischen Staaten auch ein gewisses Alterungsproblem. Das hängt mit dem Geburtenrückgang seit Mitte der Sechzigerjahre zusammen. Die politische Überlegung in dem Zusammenhang lautet: kann Zuwanderung gleichsam kompensatorisch die fehlenden Geburten ausgleichen. Diese Form der kompensatorischen Zuwanderungspolitik ist eine Idee, die schon in die Achtzigerjahre aufkam. Wenn man das aber modellhaft durchrechnet, dann merkt man, das eine kompensatorische Zuwanderungspolitik nur begrenzt möglich.

 

Man kann durch Zuwanderung in einer politisch vertretbaren Zahl das Arbeitskräfteangebot konstant halten. Die Zuwanderer würden die unterschiedliche Kohortenstärke derer, die in Pension gehen, sagen wir ab 2020, und derer die in den Arbeitsmarkt kommen, ausgleichen. Was man mit einigermaßen vertretbaren Zuwanderungszahlen nicht machen kann, ist, das Verhältnis der Pensionisten bzw. der Beitragsempfänger im höheren Alter zu der erwerbsfähigen Bevölkerung konstant zu halten. Alterungsprobleme einer Gesellschaft sind nicht durch Zuwanderung alleine lösbar.

 

Wie sieht die räumliche Verteilung der zugewanderten Bevölkerung am Beispiel der Bundeshauptstadt Wien, wo 49 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund haben, aus?

 

Heinz Faßmann: Wir haben insgesamt eine räumlich ungleiche Verteilung. Wien verzeichnet die stärkste Zuwanderung, sowohl im Bestand als auch in der jährlichen Zunahme. Rund 40 Prozent der Neuzuwanderer eines Jahres lassen sich in Wien nieder und in der Bundeshauptstadt selber haben wir Bezirke mit höherer Konzentration und Bezirke mit geringerer Konzentration. Das hängt meistens mit den Miet- und Bodenpreisen zusammen. Zuwanderer zählen in der Regel nicht zu den Bestverdienenden, sie müssen dorthin gehen, wo die Mietpreise am günstigsten sind. Das ist entlang des Gürtels und in manchen gründerzeitlichen Wohnvierteln der Fall. Wir sind aber in Wien weit von einer international beobachtbaren Konzentration entfernt und echte "Ghettos" gibt es nicht. Überall dort, wo ein sehr liberaler Wohnungsmarkt herrscht, gibt es stärkere Konzentrationen. Unser Wohnungsmarkt in Wien ist wirklich noch kein liberaler. Daher ist Gott sei Dank auch diese Steuerung in Richtung ethnischer Konzentration ausgeblieben.

 

Von Jänner bis September 2015 haben 56.356 Menschen in Österreich um Asyl angesucht? Gibt es einen tipping point, bei dem Zuwanderung nicht mehr verkraftbar ist?

 

Heinz Faßmann: Die Prognosen liegen sogar über 80.000, bei 85.000 oder 90.000. Wobei man sagen muss, das sind Asylbewerber und nicht Asylberechtigte. Ein Teil davon wird nicht dauerhaft in Österreich bleiben. Das Innenministerium schätzt, dass vielleicht die Hälfte dauerhaft bleiben wird. Alle anderen müssen über freiwillige oder erzwungene Rückkehr wieder in die Herkunftsländer zurückgehen oder werden dorthin verbracht, wo laut Dublin eigentlich ihr Asylverfahren durchzuführen ist. Zurück zur Frage: Die Forschung hat sich über Jahrzehnte lang bemüht, tipping points herauszukristallisieren und zu definieren. Nein, es ist nicht möglich.

 

Es hängt von vielen Dingen ab: Wer kommt, mit welcher Qualifikation? Wie schaut die wirtschaftliche Situation im Zielland aus? Wie ist die räumliche Verteilung und dergleichen mehr? Also tipping points gibt es nicht. Aber es gibt natürlich schon Zahlen, wo man sagt: Da kommen wir jetzt in diesem Jahr an gewisse Grenzen heran. Diese Grenzen ergeben sich einfach aufgrund der Aufnahmekapazität und diese wiederum hängt vom Neubauvolumen auf dem Wohnungsmarkt ab. Daher sind die Belastungsgrenze nicht festgeschrieben, aber für einen bestimmten Zeitabschnitt sind sie vorhanden.

 

Sie bezeichnen sich selbst als kritischen Integrationsoptimisten. War man in Österreich in den letzten Jahren auf einem guten Weg?

 

Heinz Faßmann: Ja, das bin ich, weil ich sehe, wie eine Gesellschaft sich weiterentwickelt. Ich sehe wie Zugewanderte mit den schon Da-Seienden umgehen können. Ich sehe die Integrationsprozesse, die sich im täglichen Leben weitgehend konfliktfrei abspielen. Das macht mich optimistisch. Kritisch bin ich manchmal, wenn ich mir den medialen Diskurs darüber anhören muss oder auch die politische Argumentation, die sehr leicht in ein Schwarz-Weiß-Malen hineingerät. Da bin ich kritisch, weil ich sage, so sollte es eigentlich nicht sein. Die Politik sollte offener sein gegenüber der realen Situation. Kritisch bin ich gegenüber bestimmten Prozessen der gegenseitigen Abschottung. Das gefällt mir nicht. Integration heißt zwangsläufig, Unterschiedliches kommt zusammen, muss sich nicht angleichen, aber bildet etwas Zusammenhängendes, eben eine, wenn man so will, Zuwanderungsgesellschaft, die unterschiedliche Gruppen aufnimmt.

 

Wie sollen dauerhafte Lösungen ausschauen, dass es gelingen kann, dass Asylberechtigte sukzessive in die österreichische Gesellschaft hineinwachsen?

 

Heinz Faßmann: Eine Vorbedingung ist sicherlich, dass das europäische Asylsystem insgesamt wieder Tritt fasst. Wir hatten ein System und das ist einfach durch Ignoranz der Nationalstaaten außer Kraft gesetzt worden. Die Politik muss auf europäischer Ebene darauf drängen, dass das wieder einigermaßen funktioniert. Das setzt schon eine stärkere Kontrolle der Außengrenzen voraus. Also alle Personen, die keine Chance haben, Asyl zu bekommen, sollten nicht innerhalb der Europäischen Union versuchen können, irgendwo Asyl zu finden. Das ist ein sehr mühsamer Prozess, sowohl für die Staaten als auch für die Menschen selbst, die ohne Chancen auf Asyl in Europa herumirren.

 

Wenn das gelingt und nach Österreich kommen jene Menschen, die Chance auf Asyl haben, vielleicht durch ein innereuropäisches Verteilungssystem zugeteilt - das ist eine durchaus vernünftige Idee, um die Lasten innerhalb Europas aufzuteilen - dann sollte das Asylverfahren relativ rasch ablaufen. Es ist wichtig und auch legitim, den Menschen gegenüber klar und schnell zu sagen: Ihr habt eine Chance auf dauerhaften Aufenthalt oder nicht. Asylverfahren, die sich über Jahre hinwegziehen, sollten der Vergangenheit angehören.

 

Was passiert, wenn das europäische Asylsystem nicht wieder in Gang kommt?

 

Heinz Faßmann: Dann bin ich skeptisch und mein Optimismus weicht einem Pessimismus. Was würde passieren, wenn es kein geordnetes System gibt, keine Kontrolle der Außengrenzen, keine Vorasylprüfung an den Außengrenzen gibt, die dann zu Aufnahme und Verteilung führt? Es würden möglicherweise noch mehr kommen und sie würden sich weiterhin ihr Asylland auswählen. Wohin das führt ist klar abschätzbar. Staaten, die erkennen, dass sie zu viel an Zuwanderung haben oder gar keine wollen, beginnen Maßnahmen der Unfreundlichkeit zu setzen, und dieser Wettlauf nach unten ist für mich die automatische Folge dieses Free Choice. Schweden beginnt die Grenzen stärker zu kontrollieren. Deutschland überlegt viele Maßnahmen, auch eine Abkehr von der bisherigen Willkommenskultur. Wir ziehen mit, weil Österreich sagt, sonst haben wir den ganzen Rückstaueffekt. Slowenien macht Ähnliches, Kroatien wird es tun usw. Deshalb ist es wichtig: Wir brauchen wieder Ordnung im europäischen Asylsystem.

 

Wie wichtig ist bei der Integration die soziale und kulturelle Adaption?

 

Heinz Faßmann: Wenn Menschen die Sicherheit haben, hier zu bleiben, sollte mit ihnen Integrationsmaßnahmen durchgeführt werden: Deutschkurse, Qualifikationskurse und auch das, was das Integrationsministerium zurecht hervorhebt, so etwas wie Wertekurse. Also zu erklären: „Hier seid ihr, so funktioniert dieses Land und diese grundsätzlichen Werte in Österreich sind nicht diskutierbar. An die müsst ihr euch anpassen.“ Zu den grundsätzlichen Werten gehören: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter. Religionen existieren gleichberechtigt nebeneinander und anderes. Diese Werte sind in unserem Rechtssystem verankert und eben nicht verhandelbar. Die Details des täglichen Lebens und die Art und Weise des Umgangs miteinander sind nicht zu verordnen, denn sie können in einer pluralistischen Gesellschaft auch nicht eindeutig definiert werden.

 

Was bedeutet Integration von Beginn an? Soll das Erlernen der deutschen Sprache schon während des Asylverfahrens geschehen?

 

Heinz Faßmann: Erstens ist es eine Frage der Kosten, wenn man allen Asylwerbern schon Integrationsmaßnahmen angedeihen lässt. Die politische Linie ist derzeit zu sagen, Asylberechtigte ja, aber nicht Asylwerber. Denn es stellt sich schon die Frage, ob man damit nicht falsche Signale setzt: „Du bist jetzt hier und lernst jetzt Deutsch oder machst vielleicht einen Qualifikationskurs in deinem Beruf.“ Dann sagt die Asylbehörde: „Aber du kannst nicht bleiben.“ Hat man da nicht jemanden etwas vorgemacht, was rechtlich nicht einhaltbar ist? Daher ist die Regelung Asylberechtigte auf alle Fälle korrekt, aber die Randbedingung lautet: die Entscheidung, ob jemand asylberechtigt ist, möglichst rasch treffen.

 

Der Bereich Bildung ist immer noch eine Baustelle.

 

Heinz Faßmann: Wir sehen, dass sich eine ethnische Schichtung in unserem Bildungssystem abbildet. In bestimmten Schulformen haben wir einen überdurchschnittlichen Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte. Das hat sich in den letzten Jahren nur etwas verbessert. Wir sehen auch, dass Jugendliche mit einem Migrationshintergrund viel öfter ihre Pflichtschuljahre absolviert haben, aber keinen positiven Abschluss besitzen. Unsere Schule ist noch vorbereitet auf diese Vielfalt im Klassenzimmer. Aber möglicherweise sind es auch die Schüler und Schülerinnen oder deren Eltern, die dann vielleicht bei den ersten negativen Noten oder der ersten Wiederholung das Handtuch werfen und die Kinder aus der Schule herausnehmen. Das mag auch eine sozioökonomische Frage sein. Schulbildung kostet auch Geld, kein unmittelbares Schulgeld, jedoch keine Einnahmen aus einer Erwerbstätigkeit. Aber Schule wäre zentral, sie ist eine Chanceninstanz in der Gesellschaft. Das zukünftige Einkommen oder die Arbeitslosigkeitsrisiken sind mit der Schulbildung eng verbunden.

 

Bildung beginnt aber schon im Kindergarten.

 

Heinz Faßmann: Da lautet die Forderung, Kindergärten nicht nur als eine Aufbewahrungsanstalt zu betrachten, sondern als eine Bildungsinstitution. Zwei verpflichtende Kindergartenjahre sind eine wichtige bildungspolitische Angelegenheit, gerade um den Integrationsaspekt zu fördern und damit Kinder mit gleichen Bildungschancen in die Volksschule eintreten können. Wir sollten bei den Kindergärten auch die Frage stellen, was wird dort gemacht, nach welchen Lehrplänen wird vorgegangen. Da gibt es noch einige Graubereiche.

 

Es gibt wieder verstärkt – nun auch nach den Anschlägen in Paris - die Diskussion, dass Religionen Teil des Problems und nicht Teil der Lösung sind. Welche Rolle kommt Religionen wirklich im Integrationsprozess zu?

 

Heinz Faßmann: Religion ist in der ersten Phase der Zuwanderung eine wichtige Sache. Über die Religion vermittelt man eine gewisse Festigkeit, auch ein Heimat- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Manchmal tendieren Religionen oder besser das, was die Menschen daraus machen, dazu, keinen auszulassen, und es bestehen viele Vorschriften, Normen und Gebote, die dann im Widerspruch zur liberalen Gesellschaft stehen. Auch kann es sein, dass Religionsgemeinschaften die Partnerwahl und den Bekannten- und Freundeskreis implizit und de-facto mitbestimmen. Das Unter-sich-Bleiben behindert aber den Integrationsprozess.

 

Wie kann man verhindern, dass Menschen, die zuwandern, radikalisiert werden und sich zu Terrorakten verführen lassen?

 

Heinz Faßmann: Da kann ich keine Patentrezepte geben. Wir wissen aus den wenigen empirischen Studien über Radikalisierungsprozesse, dass das meistens junge Menschen betrifft, die auf der einen Seite Abwertungserfahrungen erleiden mussten, also sich zurückgedrängt fühlen. Auf der anderen Seite bekommen sie simple Begründungen für diese Abwertungserfahrungen und die Welt schaut in diesen schwarz-weiß gemalt aus. Das ist bei Radikalisierungsprozessen immer ein verbindendes Element, das Sehen in nur Gute und Böse, in Gläubige und Ungläubige, in Schwarz und Weiß, in Westen und Nahen Osten. Wie kann man das durchbrechen? Natürlicherweise nur durch Aufklärung. Das ist das Einzige, was uns bleibt, Menschen abzuholen, wenn sie sich in einem solchen Radikalisierungsprozess befinden, und zu versuchen, ihnen eine andere Perspektive zu geben. Aber es ist sehr schwierig und man muss sich von der Illusion lösen, dass das zu 100 Prozent möglich ist. Wir werden mit einer gewissen Form von Radikalität in der Gesellschaft, die so Unterschiedliches zusammenbringt, leben müssen.

 

Was sind Anzeichen, dass Integration gelungen ist. Wie lassen sich Integrationsfortschritte messen?

 

Heinz Faßmann: Wenn ich sehe, dass die Verteilung wichtiger Messgrößen, wie die Arbeitslosigkeit oder das Einkommen, nichts mit dem Migrationshintergrund der Menschen zu tun hat. Wenn am Ende des Weges Menschen mit einem türkischen Migrationshintergrund genauso oft oder selten arbeitslos sind wie Österreicher oder genauso viel verdienen, dann ist Integration einigermaßen gelungen. Und wenn die Zuwanderer am Ende eines längeren Integrationsweges sagen: „Wir leben gerne in diesem Land, das ist unsere neue Heimat geworden.“, dann ist Integration unzweifelhaft gelungen.

 

Gibt es Gruppen, die sich leichter integrieren lassen, und andere, bei denen es Probleme gibt?

 

Heinz Faßmann: Wir sehen sozusagen gewisse Zeitverzögerungen. Bei manchen Gruppen dauert es länger, aber es passiert. Bei anderen geht es schneller. Also für mich wären das eine Beispiel polnische Zuwanderer. Sie bewegen sich in der Regel auf der Überholspur des Integrationsprozesses: gute Bildungsabschlüsse, gute Karrieren in Österreich, Akzeptanz von Österreich ohne Vorbehalte. Ein bisschen langsam ist es bei jenen mit einem türkischen Migrationshintergrund. Das hat möglicherweise auch was mit der spezifischen Auswahl zur Zeit der Gastarbeiterwanderung zu tun. Diese setzt sich auch in der nächsten Generation fort. Sie haben schlechtere Bildungsabschlüsse, eine wenige vorteilhaft Arbeitsmarktpositionierung, und ein stärkeres mentales Verharren im ehemaligen Herkunftsland Türkei. Aber vielleicht haben sie die stärkere Verbundenheit auch nur deshalb, weil sie in Österreich auf stärkere Ablehnung stoßen. Was Henne und was Ei ist, kann gar nicht so eindeutig gesagt werden.

 

erstellt von: Der SONNTAG / Markus Langer
24.11.2015
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Zur Person

Heinz Faßmann hat Geographie sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien studiert. 1991 hat er sich für Humangeographie und Raumforschung habilitiert.

 

Seit 2000 ist er Professor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung an der Universität Wien. Seit 1. Oktober 2015 ist er Vizerektor für Forschung und Internationales. Faßmann hat seit 2010 den Vorsitz des Expertenrates für Integration im Außenministerium inne.

 

 


Einladung zum Integrationstag am 5. Dezember!

alle, denen die Integration von Flüchtlingen ein Anliegen ist:

  • erste Schritte
  • Praxisbeispiele
  • Erfahrungen

Wann: Samstag, 5. Dezember 2015, von 10 bis 17 Uhr


Wo: im Kardinal König Haus, 1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3

 

Jetzt anmelden:
www.erzdioezese-wien.at/integrationstag

 

oder per Tel. 01/512 3503-3964 (Barbara Kornherr).

 


Flucht und Asyl:

 

Schwerpunkt zum Thema Flucht und Asyl auf erzdioezese-wien.at

 

Diözesankoordinator für die Suche von Flüchtlingsquartieren:

Rainald Tippow:

 

E-Mail: fluechtlingshilfe@edw.or.at

Telefon: 0676 502 81 91

 

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Tag des geweihten Lebens 2026 – Einladung zur Vesper im Stephansdom

Am 30. Jänner 2026 lädt die Erzdiözese Wien alle Frauen und Männer des geweihten Lebens zur Pontifikalvesper um 16 Uhr in den Stephansdom ein.

„Hier bin ich“ – Admissio der angehenden Ständigen Diakone in Laa

Elf Männer wurden in Laa zur Diakonatsweihe zugelassen: Die festliche Admissio mit Weihbischof Turnovszky am vergangenen Freitag bezeichnet ihren nächsten Ausbildungsschritt.

Josef Grünwidl feierte erste Messe als Erzbischof mit 100 Armutsbetroffenen

Seine erste Messe als Erzbischof feierte Josef Grünwidl am Sonntag, 25. Jänner 2026, mit 100 Armutsbetroffenen. Danach lud er Sie zu einem gemeinsamen Mittagessen ein.

Mikl-Leitner zu Grünwidl: "Mit Herz und Seele eine Stimme des Glaubens"

Die Ansprache der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nach der Bischofsweihe und Amtseinführung von Erzbischof Josef Grünwidl im Wortlaut

Bischofsweihe von Josef Grünwidl: „Für euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ!“

Bischofsweihe von Josef Grünwidl: „Für euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ!“

Rund 3000 Menschen feierten die Bischofsweihe und Amtseinführung von Josef Grünwidl im Stephansdom als ein großes Fest der Freude. Die Pummerin verbreitete die gute Nachricht über den frisch geweihten Bischof der Erzdiözese Wien.

Die Ansprache des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig

Eine bewegende Bibelstelle, ein Blick auf Führung in stürmischen Zeiten und ein Dank an Kardinal Christoph Schönborn – verbunden mit dem herzlichen Willkommen für den neuen Erzbischof Josef Grünwidl. 

Kardinal Christoph Schönborn

Predigt zur Bischofsweihe Erzbischof Josef Grünwidl: "Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz"

Predigt von Kardinal Christoph Schönborn zur Bischofsweihe von Erzbischof Josef Grünwidl, am Samstag, 24. Jänner 2026, im Wortlaut:

Langjähriger Vatikan-Korrespondent John Allen gestorben

US-amerikanischer Journalist galt seit Jahrzehnten als einer der bestinformierten Vatikan-Analysten sowie Kenner der katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten

Was Sie über Erzbischof Josef Grünwidl vielleicht noch nicht wussten

In der langen Reihe der Wiener Oberhirten setzt Erzbischof Josef Grünwidl bemerkenswerte Akzente. Mehrere kirchengeschichtlich einzigartige Konstellationen prägen seine Biografie – stille, aber eindrucksvolle Premieren.

Bischofsweihe

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 23.1.2026

Josef Grünwidl und unsere Dechanten: Bestärkung, Mahnung, Verheißung

Josef Grünwidl und die Dechanten reflektieren Herausforderungen und Perspektiven kirchlichen Leitens – zwischen Bestärkung, notwendiger Mahnung und einer Verheißung für die Zukunft.

Grünwidl zu bischöflichen Insignien: "Möglichst einfach und schlicht"

Mitra, Ring, Brustkreuz und Hirtenstab verweisen auf Auftrag, Verantwortung und geistliches Amtsverständnis des neuen Erzbischofs und sind wie sein Wahlspruch eng mit seiner persönlichen wie kirchlichen Biografie verbunden

Wiener Podiumsdiskussion: Europa zwischen Krise und Hoffnung

Filmemacher Erwin Wagenhofer, Grünen-Politikerin Alma Zadic und Ökonomin Sigrid Stagl diskutierten beim Figl-Haus-Europa-Talk im WUK

Wiener Erzbischof Grünwidl: "Mit euch Christ, für euch Bischof"

Designierter Erzbischof gab bei Pressegespräch im Vorfeld seiner Bischofsweihe nochmals ausführlich über sein Amtsverständnis Auskunft - "Habe im Juni 2024 erfahren, dass ich auf der Liste stehe" - Aufgabe der kirchlichen Gemeinschaft, "als Zeichen der Hoffnung in der Welt zu leben"

Ökumene: Gemeinsame Hoffnung in Zeiten der Zerreißprobe

Ein zentraler ökumenischer Gottesdienst in Wien rief zu leidenschaftlicher Einheit der Christen auf und verband spirituellen Zuspruch mit konkreter Solidarität über Konfessionsgrenzen hinweg.

Kardinal Pizzaballa: Gazastreifen braucht politischen Neustart

Patriarch von Jerusalem: Waffenruhe wird aufgrund Erschöpfung aller halten - Pfarrer in Gaza: Lage weiter "sehr kompliziert", weiter Warten auf Umsetzung des Friedensplans

Synodal moderieren lernen: Kursauftakt in Wien‑Mauer

Im Seminarhotel Am Spiegeln startete ein zweitägiger Kurs, der Haltung, Methode und Praxis synodaler Entscheidungen in der Erzdiözese stärkt.

Bischofsweihe: Vorabendlicher Gottesdienst für Erzbischof Josef am Stephansplatz

Der 23. Jänner ist für den Stephansdom ein besonderes Datum. Es ist der liturgische Gedenktag „Mariä Vermählung“, dem Patrozinium der geräumigen Kapelle im erzbischöflichen Curhaus, Stephansplatz 3.

Alles, was man zum Bischof wissen soll

Alles was Sie zu Bischof, Bischofsernennung- insignien aber auch zu Diözese(n) und alles, was dazu gehört immer schon wissen wollten.

Die Erzdiözese Wien im Überblick

Alle sprechen von der Erzdiözese Wien, aber was meinen sie damit?

Wien: Barmherzige Brüder sammeln für Behandlung Nichtversicherter

Ordensspital behandelte im Vorjahr 14.000 Personen ohne Krankenversicherung

Erfolgreiche Nieren-OP: Kopten-Patriarch Tawadros II. auf dem Weg der Besserung

Nach einem erfolgreichen chirurgischen Eingriff an einer Niere erholt sich das 73-jährige Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche derzeit in einem österreichischen Krankenhaus.

"Tag des Judentums": Kirchen bekennen sich zu Dankbarkeit und Demut

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen Samstagabend in Wien - Wiener Dechant Simon in Predigt: "Die Shoah gehört zur Geschichte dieser Stadt. Sie verpflichtet uns."

KISI Musical Days 2026: Kreative Sommerwoche für Kinder und Jugendliche in Gerasdorf

Die KISI Musical Days Gerasdorf 2026 bieten eine intensive Sommerwoche, in der junge Menschen kreativ tätig sein, Gemeinschaft erleben und ihren Glauben auf lebendige Weise ausdrücken können.

Gebetswoche für die Einheit der Christen: Gemeinsames Zeugnis für gelebte Ökumene

Feier im Rahmen der "Gebetswoche für die Einheit der Christen" mit Vertretern verschiedener christlicher Konfessionen

Barmherzige Brüder: Zentrale Weichenstellungen beim ersten Provinzkapitel „Europa Mitte“

Mit dem ersten Provinzkapitel der neuen Provinz „Europa Mitte“ treffen die Barmherzigen Brüder in Wien wegweisende Entscheidungen.

 

Impressionen aus dem Wiener Stadttempel der Israelitischen Kultusgemeinde

17. Jänner: Tag des Judentums

Kirchen in ganz Österreich begehen den Tag des Judentums mit Gottesdiensten und Veranstaltungen, die den jüdischen Ursprung des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt stellen. Der zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen wird in der Wiener armenisch‑apostolischen Kirche St. Hripsime gefeiert.

Gemeinsam sicher

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 16.1.2026

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