Als Teil der größten überparteilichen Familienorganisation Österreichs "haben wir es nicht notwendig, als Steigbügelhalter der Wiener Kinderfreunde zu fungieren", stellte Verbandsvorsitzende Barbara Fruhwürth fest.
Als Teil der größten überparteilichen Familienorganisation Österreichs "haben wir es nicht notwendig, als Steigbügelhalter der Wiener Kinderfreunde zu fungieren", stellte Verbandsvorsitzende Barbara Fruhwürth fest.
Eine Partnerschaft wie bisher mit den Kinderfreunden erfordere den Willen, gemeinsam die Rechte der Eltern von Schulkindern zu stärken und in bildungspolitischen Fragen einen Konsens zu finden.
Die historisch gewachsene Zusammenarbeit zwischen den Wiener Kinderfreunden und dem Katholischen Familienverband der Erzdiözese Wien im "LandesElternVerbandWien" (LEVW) findet ein jähes Ende. Im von den Wiener Kinderfreunden geführten LEVW sei "Überparteilichkeit nicht mehr gegeben", die Breite an Elternmeinungen werde nicht mehr vertreten, bedauerte der Katholische Familienverband (KFVW) in einer Aussendung am Mittwoch, 10. April 2019. Der LEVW werde somit zu einer "reinen Vorfeldorganisation der SPÖ". Als Teil der größten überparteilichen Familienorganisation Österreichs "haben wir es nicht notwendig, als Steigbügelhalter der Wiener Kinderfreunde zu fungieren", stellte Verbandsvorsitzende Barbara Fruhwürth fest.
Eine Partnerschaft wie bisher mit den Kinderfreunden erfordere den Willen, gemeinsam die Rechte der Eltern von Schulkindern zu stärken und in bildungspolitischen Fragen einen Konsens zu finden. "Dies war in den letzten Jahren nicht mehr gegeben", so Fruhwürth im Anschluss an die gemeinsame Vollversammlung am Dienstag. Auch nach intensiven Gesprächen sei der Eindruck geblieben, den Kinderfreunden gehe es lediglich darum, "ihre politische Meinung zu Schulthemen vermeintlich im Namen aller Eltern an die Öffentlichkeit zu bringen". Daher habe sich der KFVW gezwungen gesehen, die Sitzung geschlossen zu verlassen, schilderte dessen Vorsitzende die Vorgänge, die "das Fass zum Überlaufen gebracht" hätten.
Der KFVW bleibe jedoch bildungspolitisch aktiv und wolle die Ressourcen und Expertise verstärkt in anderen bildungspolitischen Gremien einbringen, versicherte Fruhwürth.
Der LEVW wurde vor mehr als 50 Jahren von den Wiener Kinderfreunden und dem Katholischen Familienverband Wien als Interessensvertretung der Wiener Elternvereine und Elternvertreter gegründet, erinnerte der KFVW. Ziel sei es gewesen, gemeinsam die Rechte der Eltern in der Schulpartnerschaft zu stärken und die Bildungspolitik im Sinne der Eltern mitzugestalten.