& ihre innere Burg
Teresa von Jesus wurde am 28. März 1515 in Avila (Spanien) geboren. Ihr Großvater war ein zum katholischen Glauben konvertierter Jude und Geschäftsmann aus Toledo, der nach Avila gezogen war. Ihrem eigenen Geständnis nach war Teresa die bevorzugte unter den zwölf Kindern. Nach dem Tod ihrer Mutter Beatrice schickte sie ihr Vater in das nahe Internat der Augustinerinnen, und sie spürte langsam ihre Klosterberufung wachsen. Diese Berufung reifte durch die Lektüre und Betrachtungen in dieser Zeit. Sie führten Teresa zum extremen Schritt, das Haus des Vaters heimlich zu verlassen, gegen die Willen des Vaters trat sie, mit 20 Jahren, im Jahr 1535 im Karmelitinnenkloster der Menschwerdung in Avila ein.
Als sie mit 47 Jahren eine eminente menschliche und geistliche Reife erreichte, und die Berufung, die der Herr ihr schenkte, der Kirche durch ihre Gebete und Abgeschiedenheit zu dienen, deutlicher erkannte, gründete sie 1562 das Kloster vom hl. Joseph in Avila, dem ab 1567 weitere sechzehn Gründungen folgen sollten. Sie gab auch den direkten Anstoß zur Gründung der ersten Klöster der Unbeschuhten Karmeliten, in Duruelo und Pastrana – sie gilt daher als Gründerin des reformierten Zweiges der Unbeschuhten Karmelitinnen und Karmeliten, auch Teresianischer Karmel genannt.
Neben ihren aufreibenden Tätigkeiten als Gründerin, schrieb sie in den wenigen freien Momenten Bücher, die noch immer zu den Meisterwerken der spirituellen Literatur zählen: die Autobiografie, die Wohnungen der Inneren Burg, den Weg der Vollkommenheit… Kurz nachdem sie 1582 die Gründung von Burgos abgeschlossen hatte, und sich auf dem Rückweg nach Avila befand, starbt sie im Kloster Alba de Tormes, am 4. Oktober des gleichen Jahres.
Bereits am 24. April 1614 wurde Theresa seliggesprochen, 1627 zur Patronin von Spanien ernannt. Am 12. März 1622 wurde sie durch Papst Gregor XV. heiliggesprochen, am 18. September 1965 durch Papst Paul VI. zur Patronin der spanischen Schriftsteller erklärt. 1970 ernannte sie derselbe Papst als erste Frau in der Geschichte der katholischen Kirche zur Kirchenlehrerin.
O Seele, suche dich in Mir,
und, Seele, suche Mich in dir.
Die Liebe hat in Meinem Wesen dich abgebildet
treu und klar; kein Maler lässt so wunderbar,
o Seele, deine Züge lesen.
Hat doch die Liebe dich erkoren als
Meines Herzens schönste Zier;
bist du verirrt, bist du verloren,
o Seele, such dich in Mir.
In Meines Herzens Tiefe trage ich dein Porträt,
so echt gemalt;
sähst du, wie es vor Leben strahlt,
verstummte jede bange Frage.
Und wenn dein Sehnen Mich nicht findet,
dann such nicht dort und such nicht hier;
gedenk, was dich im Tiefsten bindet,
und, Seele, suche Mich in dir.
Du bist Mein Haus und Meine Bleibe,
bist Meine Heimat für und für;
Ich klopfe stets an deine Tür,
dass dich kein Trachten von Mir treibe.
Und meinst du, Ich sei fern von hier, dann ruf Mich,
und du wirst erfassen,
dass Ich dich keinen Schritt verlassen:und, Seele, suche Mich in dir.
Ein Gedicht von Teresa von Avila sie lässt darin Gott zur Seele sprechen
[in einer Übersetzung von Erika Lorenz]
Teresa von Avila (1515-1582)
„ Inneres Beten ist Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt.“
„Du, Herr meiner Seele, hast die Frauen immer mit großem Mitgefühl bevorzugt und hast bei ihnen genauso viel Liebe und mehr Glauben gefunden als bei den Männern. Dir, Herr meiner Seele, hat vor den Frauen nicht gegraut, als du durch diese Welt zogst, im Gegenteil, du hast sie immer mit großem Mitgefühl bevorzugt und hast bei ihnen genauso viel Liebe und mehr Glauben gefunden als bei den Männern, denn es war da deine heiligste Mutter, durch deren Verdienste – und weil wir ihr Gewand tragen – wir das verdienen, was wir wegen unserer Schuld nicht verdient haben.“
„Er, der große Gott, war doch auch Mensch, der sich nicht über die Schwächen der Menschen entsetzt, sondern unsere armselige Lage versteht. Ich kann mit ihm reden wie mit einem Freund, obwohl er doch der Herr ist.“
Himmlischer Patron
Der Heilige Alfons von Liguori lehrt mit seinem Werk „Vorbereitung zum Tode“, die eigene Endlichkeit als Weg zur bewussten Lebensgestaltung zu begreifen. Wie Jesus am Kreuz, der sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände legte, lädt Alfons ein, den Tod nicht als Ende, sondern als erwartungsvolle Heimkehr zu betrachten. Seine geistlichen Tipps ermutigen dazu, jeden Tag in tiefer Hingabe, Vertrauen und Gelassenheit zu leben – als Vorbereitung auf die Begegnung mit der göttlichen Barmherzigkeit, das macht ihn zueinem guten Patron dieses Projektes.
Das weltbekannte partizipative Kunstprojekt „Before I Die“ der amerikanischen Künstlerin Candy Chang ermöglicht es allen sich an "Bevor ich Sterbe..." zu beteiligen, ohne, dass die Künstlerin dafür ein Honorar verlangen würde. Jedoch soll man die auf ihrer Website angebotenen Tool-Kits verwenden, damit es zu den weltweit über 5000 "Before I Die" dazu passt...
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Niki Haselsteiner | Mob. +43/664/515 52 67
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