Kirchenlehrerin kleiner Wege und große Rosen-Regen-Spezialistin
Therese Martin ist am 02. 01.1873 in Alencon, Normandie, als 9. und letztes Kind ihrer Eltern Louis und Zelie Martin geboren. Vier ihrer Geschwister sterben im Kindesalter. Als Therese 4 Jahre alt war, starb die Mutter.
Liebevoll von ihrem Vater und den älteren Schwestern in einer tiefgläubigen, familieren Atmosphäre erzogen und aufgewachsen, erwacht früh in ihr der Wunsch, sich Jesus im Ordensleben ganz zu schenken. Als ihre beiden ältesten Schwestern in den Karmel von Lisieux eintreten, möchte auch sie ihnen sobald wie möglich nachfolgen und tritt mit 15 Jahren ebenfalls in den Karmel von Lisieux ein. Trotz ihres jugendlichen Alters entdeckt sie mit ungewöhnlicher Reife ihre Berufung: In der Verborgenheit des Karmel möchte sie im Herzen der Kirche die Liebe sein.
Entgegen dem zu ihrer Zeit verbreiteten strengen Gottesbild, entdeckt sie den „kleinen Weg“ zur Heiligkeit, der darin besteht, alles aus Liebe zu tun. So erhalten auch die geringsten Handlungen Wert. Sie bietet sich Gott an als ein Ganzopfer seiner barmherzigen Liebe für das Heil aller Menschen. Auf Wunsch ihrer Priorin schrieb sie ihre Lebensgeschichte und ihren geistlichen Weg auf.
An Tuberkulose erkrankt, erleidet sie am Karfreitag 1896 einen Blutsturz und stirbt nach einer schweren Leidenszeit am 30. September 1897 im Alter von 24 Jahren mit den Worten: „Mein Gott, ich liebe dich!“
Ihre Schwestern im Karmel veröffentlichten nach ihrem Tod ihre Selbstbigraphie unter dem Titel „Geschichte einer Seele“. So wurde Therese einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Nach ihrem Ausspruch: „Ich werde meinen Himmel damit verbringen auf Erden Gutes zu tun“, werden ihr unzählige Gebetserhörungen zugeschrieben. 1925 wurde sie von Papst Pius XI. heiliggesprochen.
Obwohl Therese nie ihre Klausur verlassen hat, erklärte sie 1927 derselbe Papst neben dem hl. Franz Xaver zur Patronin der Weltmission. 100 Jahre nach ihrem Tod erhob sie Papst Johannes Paul II. 1997 zur Kirchenlehrerin.
Ja, ich fühle es, hätte ich auch alle begehbaren Sünden auf dem Gewissen, ich ginge hin, das Herz von Reue gebrochen, mich in die Arme Jesu zu werfen, denn ich weiß, wie sehr er das verlorene Kind liebt, das zu ihm zurückkehrt.
Der „Fahrstuhl“, der mich zum Himmel emporheben soll, sind deine Arme, o Jesus! Dazu brauche ich nicht zu wachsen, im Gegenteil, ich muss klein bleiben, ja, mehr und mehr es werden.
Therese von Lisieux (1873-1897)
Wie die Sonne zugleich die Zeder bescheint und jede kleine Blume, als wäre nur sie auf der Erde, so befasst sich unser Herr mit jedem einzelnen Menschen, als ob er seinesgleichen nicht hätte.
Jesus fordert keine großen Taten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit.
Ich habe oftmals bemerkt, dass Jesus mir keine Vorräte geben will; er nährt mich jeden Augenblick mit einer ganz neuen Nahrung; ich finde sie in mir vor, ohne zu wissen, wie.
Ich bin weit davon entfernt, in die Tat umzusetzen, was ich erkenne, aber schon der Wunsch danach gibt mir Frieden.
Ich glaube ganz einfach, dass Jesus selbst, im Grunde meines armen Herzens verborgen, mir die Gnade erweist zu wirken, und dass er mir alles eingibt, was ich nach seinem Willen im gegenwärtigen Augenblick tun soll.
Welche Freude, zu denken, dass Gott gerecht ist, das heißt, dass er unserer Schwäche Rechnung trägt, dass er um die Gebrechlichkeit unserer Natur genau weiß. Woher sollte ich mich also fürchten?
In acht eindrucksvollen Stationen taucht man ein in das Leben der heiligen Therese von Lisieux.
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Himmlischer Patron
Der Heilige Alfons von Liguori lehrt mit seinem Werk „Vorbereitung zum Tode“, die eigene Endlichkeit als Weg zur bewussten Lebensgestaltung zu begreifen. Wie Jesus am Kreuz, der sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände legte, lädt Alfons ein, den Tod nicht als Ende, sondern als erwartungsvolle Heimkehr zu betrachten. Seine geistlichen Tipps ermutigen dazu, jeden Tag in tiefer Hingabe, Vertrauen und Gelassenheit zu leben – als Vorbereitung auf die Begegnung mit der göttlichen Barmherzigkeit, das macht ihn zueinem guten Patron dieses Projektes.
Das weltbekannte partizipative Kunstprojekt „Before I Die“ der amerikanischen Künstlerin Candy Chang ermöglicht es allen sich an "Bevor ich Sterbe..." zu beteiligen, ohne, dass die Künstlerin dafür ein Honorar verlangen würde. Jedoch soll man die auf ihrer Website angebotenen Tool-Kits verwenden, damit es zu den weltweit über 5000 "Before I Die" dazu passt...
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