„Engel von Kalkutta“ genannt, Nobelpreisträgerin, Vorbild der Nächstenliebe und eine inspirierende Mystikerin.
In einer der schnellsten Selig- und Heiligsprechungen der Geschichte haben Papst Johannes Paul und Papst Franziskus Mutter Teresa von Kalkutta 2003 selig und 2016 heiliggesprochen.
1979 hatte die Ordensfrau den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Was in den Augen der Welt ein „Erfolg“ war, hat die kleine Ordensgründerin, Tochter Albanischer Eltern anders gesehen: „Gott hat mich nicht dazu berufen Erfolg zu haben; Er hat mich berufen treu zu sein.“
In Treue zu ihrer Berufung verließ sie 1918 – 18-jährig - ihre Heimatstadt Skopje, ihre Geschwister und ihre verwitwete Mutter Drana um als Missionarin Christus in Indien zu verkünden.
Obwohl dichterisch begabt verkündete sie die Liebe Christi „nicht so sehr durch Worte als vielmehr durch das Beispiel ihrer Liebe“ für die Ärmsten der Armen. Tausende von jungen Frauen und folgten ihrem Beispiel als „Missionarinnen der Nächstenliebe“ später auch Brüder und Priester.
Ein tiefes Nachempfinden der Sehnsucht Christi „Mich dürstet“ (Joh 19, 28) nach Liebe und nach Seelen treibt sie bis zu ihrem Tot im Jahre 1997 dazu an 610 Niederlassungen in 123 Ländern ihrer Schwesterngemeinschaft zu errichten. Zentrum dieser Niederlassungen war immer die Kapelle, der Tabernakel – die Gegenwart des Herrn. „We have given Jesus a new tabernacle“ (Wir haben Jesus einen neuen Tabernakel gegeben).
Ihr Ziel war es dabei die Liebe, die sie für Christus empfand den „Ärmsten der Armen“ zu schenken mit denen Sich Jesus identifiziert: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25, 41b)“.
Am 5. September 1997 „geht sie heim zu Gott“ und wird in Kalkutta (heute: Kolkata) in einem Staatsbegräbnis in dem von ihr gegründeten Mutterhaus begraben. Bis heute besuchen tausende Ungläubige und Gläubige aller Religionen ihr Grab.
„Bete gerne! Fühle oftmals am Tag wie notwendig das Gebet ist und nimm die Mühe des Betens auf dich. Das Gebet weitet unser Herz bis es fähig wird das Geschenk Gottes seiner selbst aufzunehmen.
Bitte und suche und dein Herz wird weit genug werden IHN zu empfangen und IHN als dein Eigen zu bewahren“.
Mutter Teresa (1910-1997)
In jeder Kapelle der Missionarinnen der Nächstenliebe steht neben dem Kreuz:
" I thirst!
Mich dürstet"
Mehr über Mutter Teresas Gebetsleben (P. Leo Maasburg auf Radio Maria)
Viele Worte Mutter Teresas sind überliefert.
Wer ihr Spiritualität besser erfassen will, sollte um ihre täglichen und Lieblingsgebete wissen:
Mach uns würdig, Herr,
unseren Mitmenschen in der ganzen Welt zu dienen,
die in Armut und Hunger leben und sterben.
Gib ihnen durch unsere Hände heute ihr tägliches Brot,
durch unsere verstehende Liebe gib Frieden und Freude.
Amen.
(Das Gebet wird dem Hl. Papst Paul VI. zugeschrieben)
Gedenke, gütigste Jungfrau Maria,
dass man nie gehört hat,
daß jemand, der zu dir seine Zuflucht nahm,
der zu dir um Hilfe rief,
der um deine Fürsprache bat,
vor dir nicht erhört worden wäre.
Von diesem Vertrauen beseelt,
eilen wir zu dir,
Jungfrau der Jungfrauen unsere Mutter,
zu dir kommen wir,
vor dir stehen wir sündig und besorgt.
Verschmähe nicht unser Bitten,
du Mutter des fleischgewordenen Wortes,
sondern höre uns gnädig an und antworte uns!
Amen.
(Dieses Gebet des Hl. Bernhard verwendete Mutter Teresa als „quick Novena“ (schnelle Novene) in großen und kleinen Anliegen)
Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, erlöse mich.
Blut Christi, berausche mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O gütiger Jesus, erhöre mich.
Verbirg in Deinen Wunden mich.
Von Dir laß nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feinde beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich.
Mit Deinen Heiligen zu loben Dich
In Deinem Reiche ewiglich.
Amen.
Ignatius von Loyola
Manchmal ist eine Situation so dringend, dass neun Tage für eine Novene einfach zu lang sind. Für solche Fälle betete Mutter Teresa die sogenannte „Quick-Novena“. Statt neun Tage lang zu beten, werden neun Gebete unmittelbar hintereinander gesprochen. Mutter Teresa betete dafür beispielsweise neunmal das Mariengebet Memorare.
Nach den neun Bitten kommt jedoch noch ein zehntes Gebet – ein Dankgebet.
Denn die Quick-Novena endet nicht mit der Bitte, sondern mit dem Dank im festen Vertrauen darauf, dass Gott erhört.
„Gott wird uns eines Tages nicht fragen wie viele große Dinge wir vollbracht haben; Er wird uns fragen mit wieviel Liebe wir gehandelt haben. Wie viele KLEINE DINGE wir MIT GROSSER LIEBE TUN“.
Himmlischer Patron
Der Heilige Alfons von Liguori lehrt mit seinem Werk „Vorbereitung zum Tode“, die eigene Endlichkeit als Weg zur bewussten Lebensgestaltung zu begreifen. Wie Jesus am Kreuz, der sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände legte, lädt Alfons ein, den Tod nicht als Ende, sondern als erwartungsvolle Heimkehr zu betrachten. Seine geistlichen Tipps ermutigen dazu, jeden Tag in tiefer Hingabe, Vertrauen und Gelassenheit zu leben – als Vorbereitung auf die Begegnung mit der göttlichen Barmherzigkeit, das macht ihn zueinem guten Patron dieses Projektes.
Das weltbekannte partizipative Kunstprojekt „Before I Die“ der amerikanischen Künstlerin Candy Chang ermöglicht es allen sich an "Bevor ich Sterbe..." zu beteiligen, ohne, dass die Künstlerin dafür ein Honorar verlangen würde. Jedoch soll man die auf ihrer Website angebotenen Tool-Kits verwenden, damit es zu den weltweit über 5000 "Before I Die" dazu passt...
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