Die Liebe ist stärker ist als der Tod": Die hochaktuelle Bedeutung dieser christlichen Hoffnungsbotschaft hat die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, Sr. Beatrix Mayrhofer, zum diesjährigen Osterfest hervorgehoben.
Die Liebe ist stärker ist als der Tod": Die hochaktuelle Bedeutung dieser christlichen Hoffnungsbotschaft hat die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, Sr. Beatrix Mayrhofer, zum diesjährigen Osterfest hervorgehoben.
Höchstrangige Vertreterin der österreichischen Frauenorden im "Kurier"-Interview: "Terror im Namen der Religion ist Gotteslästerung".
Fürchtet euch nicht. Die Liebe ist stärker ist als der Tod": Die hochaktuelle Bedeutung dieser christlichen Hoffnungsbotschaft hat die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, Sr. Beatrix Mayrhofer, zum diesjährigen Osterfest hervorgehoben. "Hoffnung ist die Gegenbotschaft zum Terror, der versucht, uns die Perspektive zu nehmen, sowie uns in ein Gefühl der Bedrohung, und der Unterwürfigkeit zu versetzen", sagte sie in einem am Ostersonntag, 27. März 2016 veröffentlichten Interview mit dem „Kurier“.
Den Terror von Brüssel verurteilte die höchstrangige Vertreterin der österreichischen Frauenorden als Gotteslästerung. Gleichzeitig erneuerte sie ihre Kritik am Umgang Europas mit der Flüchtlingsthematik. Jene, die Terror verbreiten wollten, halte kein Zaun ab. Notwendig seien "praktische Lösungen mit Verstand".
"Im Namen Gottes zu Töten ist eine Verhöhnung Gottes", sagte Mayhofer mit Blick auf islamistische Attentäter. Deren Handeln sei eine Gotteslästerung und eine "schauderbare Verwendung des Wortes 'Gott'": "Das ist Blasphemie und Perversion."
Europa sei heute am meisten durch eine diffuse Angst vor dem Fremden, die Sorge um die Arbeitsplätze und die Zukunft bedroht, hielt die Ordensfrau fest. Ein "panisches Zumachen" Europas sei für sie allerdings keine Lösung. Jene, die in Europa Terror verbreiten wollen, könne kein Zaun abhalten. Sie hoffe, so, Mayrhofer, dass niemand im Herzen Zäune will. "Wenn das so ist, dann bin ich überzeugt, dass wir mit Verstand praktische Lösungen finden." Bilder und Berichte wie jene aus Idomeni halte sie "fast nicht mehr aus", meinte Mayrhofer: "Es ist unerträglich, wenn ich sehe, dass ein Baby im Regenwasser gewaschen wird."
Christen müssten den Mund in dieser Debatte aufmachen und die Regierungen für positive Lösungen unterstützen. Einmal mehr mahnte die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden europäische Solidarität in der Lösung der Flüchtlingsunterbringung ein. Österreich, Deutschland und Schweden dürften nicht übrig bleiben. Auch hierzulande könne aber noch mehr Hilfsbereitschaft da sein, betonte Mayrhofer. "Wenn sich jeder ein Herz nimmt, und versucht eine Familie aufzunehmen oder sich um sie zu kümmern, dann wäre schon viel gewonnen."
Im Interview wurde Mayrhofer auch auf ihre langjährige Tätigkeit in der Leitung eines Schulzentrums in Wien-Fünfhaus mit Kindern aus 40 verschiedenen Nationen und zahlreichen unterschiedlichen Glaubensrichtungen angesprochen. Man mache dort aufmerksam, dass die Botschaft vom Frieden alle Religionen eine, sagte die Ordensfrau. "In unserer Schule gibt es beispielsweise das multikulturelle Friedensgebet, wo jeder auf seine Weise und in seinen Formeln Seite an Seite mit seinen Freunden für den Frieden betet."
Bei den Schülern gebe es heute ein verstärktes Ringen um die eigene Identität, berichtete Mayrhofer aus ihren Erfahrungen. Viele muslimische Jugendliche bezögen ihre Rollenbilder noch aus der Form, wie der Islam in Pakistan, Afghanistan, Indonesien oder Marokko gelebt werde, so die Ordensfrau. Dringend notwendig seien daher muslimische Lehrer, die jungen Menschen helfen, den Islam zu reflektieren und die Botschaft des Korans in den europäischen Kontext zu übersetzen. "Da sind die meisten völlig überfordert und hilflos. Die Jugendlichen möchten gerne treue Moslems sein, wissen aber nicht, wie das in Europa aussieht", sagte Mayrhofer.
Zusätzlich brauchen man aber auch das gelebte Zeugnis des lebendigen Christentums. Auch christliche Schüler sollten ihren Glauben verstehen, betonte die Ordensfrau: "Fragen Sie heute die Menschen auf der Straße, was wir zu Ostern feiern. Die meisten werden keine Antwortgeben können, weil wir uns so langekeine Mühe mehr gemacht haben, die Glaubensinhalte zu transportieren."