Abende mit hochkarätigen Vortragenden in Wien und Graz.
Die Gründung des Staates Israel am 14. Mai vor 70 Jahren ist auch ein Thema für die kirchliche Erwachsenenbildung: "Geschichte - Konflikte - Theologie" rund um dieses Jubiläum beleuchtet ein Symposium im Rahmen der Theologischen Kurse am 16. Mai in Wien, und im Bildungshaus Graz-Mariatrost werfen bereits am heutigen Donnerstagabend unter dem Titel "Abrahams Töchter und Söhne" Markus Stephan Bugnyar, der Rektor des Österreichischen Hospizes in Jerusalem, und Vatikandiplomat P. Michael Heinrich Weninger einen analytischen Blick auf die aktuelle Lage im heiligen Land.
Bugnyar widmet sich ab 18 Uhr dem "Zankapfel Jerusalem", den er als Leiter des Hauses an der Via Dolorosa aus erster Hand kennt. Die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem auch offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat erst jüngst wieder für politische Brisanz gesorgt. Breiter angelegt sind die anschließenden Ausführungen des Mitglieds im Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog, P. Weninger: Er spricht über das Verhältnis von Europa und Islam und den Dialog des Vatikans mit den Muslimen.
Das Thema "70 Jahre Staat Israel" beleuchten am 16. Mai ab 18.30 Uhr im Wiener Curhaus (Stephansplatz 3) Eleonore Lappin-Eppel von der Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Theologin Regina Polak von der Uni Wien und Mosche Zimmermann von der Hebrew University of Jerusalem. In der Ankündigung heißt es: "Ob religiös oder säkular, orthodox oder progressiv, zionistisch oder antizionistisch, ob in und außerhalb Israels lebend: die Beziehung zu Land und Staat Israel gehört zum jüdischen Selbstverständnis."
Aus christlicher Sicht werde der Staat Israel kaum thematisiert, "schon gar nicht als theologische Größe". Welche Rolle er im katholisch-jüdischen Dialog spielt, wird eines der angesprochenen Themen des vom Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit mitveranstalteten Symposiums sein.