Vom 1. September bis zum 4. Oktober wird auch heuer in ganz Wien die „SchöpfungsZeit“ gefeiert. In dieser Zeit wollen die christlichen Kirchen verstärkt zu einem ökologischen Umdenken ermutigen.
Mit einer Haltung der Dankbarkeit und Freude über alles Geschaffene treten auch die Dominikaner der Zerstörung der Schöpfung entgegen. So bieten sie innerhalb eines umfassenden Programms, das Pfarren und Ordensgemeinschaften während dieses Zeitraums auf die Beine stellen, freitags um 18.00 Uhr besonders gestaltete Abendmessen in ihrer Kirche S. Maria Rotunda (Postgasse 4, 1010 Wien) sowie montags um 19.30 Uhr im Thomassaal ihres Konvents einen Lesekreis zu „10 Jahre Laudato Si“ für alle Interessierten an – beides mit Pater Hans Ulrich Steymans OP.
Die Abendmessen zur SchöpfungsZeit stehen in diesem Jahr unter dem vom schweizerischen, ökumenischen Verein „oeku Kirche und Umwelt“ gewählten Motto „Mehr als genug“, erklärt Dominikanerpater Hans Ulrich Steymans. Gemeint ist damit ein Mehr als genug an frischen Früchten und Gemüsen, die uns sattmachen und schmecken. Dabei stehen uns hierzulande nicht nur regionale, sondern auch Import- und Fertigprodukte in Hülle und Fülle zur Verfügung. Pater Hans Ulrich Steymans, der selbst einmal dem Vorstand von oeku angehörte, betont den Fokus: Geleitet vom Motto „Mehr als genug“ wollen wir verstärkt etwa der Frage nachgehen, wie wir die Vielfalt und Qualität unserer Nahrung mit Freude und Dankbarkeit genießen können und dabei den vielen hungernden Menschen auf der Welt gegenüber nicht abstumpfen, sondern handlungsfähig bleiben und aktiv werden. Darüber hinaus sprechen die Impulse in der Messe die Themen der klimarelevanten Tage der Liste von „klimaaktiv“ an, einer Initiative, die vom Bundesministerium für Klimaschutz, Energie und Mobilität gesteuert wird.
Freitag, 05. September 2025:
Mehr als genug.
Freitag, 12. September 2025:
Wir blicken voraus auf den 14. September: Internationaler Tag der Tropenwälder und den 16. September: Tag für die Erhaltung der Ozonschicht.
Freitag, 19. September 2025:
Wir blicken voraus auf den 22. September Autofreier Tag.
Freitag, 26. September 2025:
Wir blicken voraus auf den 29. September Welttag der Flüsse, Internationaler Tag gegen Lebensmittelverschwendung; und den 1. Oktober Weltvegetariertag.
Freitag, 03. Oktober 2025:
Wir blicken voraus auf den 4. Oktober Welttierschutztag.
Die Enzyklika Laudato Si‘, das Lehrschreiben von Papst Franziskus über unser Haus, die Erde, ist nun zehn Jahre alt – und kein bisschen veraltet, erklärt Pater Hans Ulrich Steymans, der sich seit seiner Emeritierung als Professor für Altes Testament und Biblische Umwelt an der Universität Freiburg/CH vermehrt ökotheologischen Themen widmet. Wir lesen und besprechen Kapitel zu Laudato Si’ aus Büchern zur Schöpfungsverantwortung, die von Klaus Vellguth herausgegeben wurden.
1. September 2025:
Daniel Fainstein, Gedanken zu Laudato si’, 181–4 in Wir sind nur Gast auf Erden: Lateinamerikanische Schöpfungsspiritualitäten im Dialog, Ostfildern 2019.
8. September 2025:
Shaji George Kochuthara, „Laudato si’ über die Sorge für das gemeinsame Haus: Ein Aufruf zu einer integralen Ethik und Spiritualität, 263–283 in In der Schöpfung Heimat finden: Asiatische Schöpfungsspiritualitäten im Dialog, Ostfildern 2020.
15. September 2025:
Saji Mathew Kanayankal, Eine Botschaft der Hoffnung inmitten der Krise, 295–299 in In der Schöpfung Heimat finden: Asiatische Schöpfungsspiritualitäten im Dialog, Ostfildern 2020.
22. September 2025:
Aidan G. Msafiri, Architektur und Potenziale der Enzyklika Laudato si‘, 267-76 in Mit der Schöpfung Leben atmen: Afrikanische Schöpfungsspiritualitäten im Dialog, Ostfildern 2021.
29. September 2025:
Hans Ulrich Steymans, Impulse von Laudato si’ und Querida Amazonia für eine biblische und kosmische Theologie der Erde, in Religionswelten, im Druck.
Neben den Abendmessen und dem Lesekreis findet am Mittwoch, dem 10. September 2025, im Thomassaal des Dominikanerklosters von 19.30 bis 20.30 Uhr eine Abendveranstaltung zur Ökologischen Umkehr mit Dr. Eveline Riedling ICDS statt. Unter dem Titel „Schöpfungsverantwortung“ wird der Frage nachgegangen: „Was kann ich tun?“. Nach einer Einführung werden gemeinsame Impulse auf Kärtchen geschrieben und persönlich ausgewählt.