Vor einem Missbrauch von Meinungsfreiheit durch Hassrede in Internet und Sozialen Medien warnt der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker.
Vor einem Missbrauch von Meinungsfreiheit durch Hassrede in Internet und Sozialen Medien warnt der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker.
"Hetze und Hassrede untergraben Meinungsfreiheit".
Vor einem Missbrauch von Meinungsfreiheit durch Hassrede in Internet und Sozialen Medien hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker gewarnt. "Mit Sorge sehe ich, dass das Recht auf Meinungsfreiheit durch die Zunahme von Hetze, Beschimpfungen und Hassrede missbraucht und damit untergraben wird", erklärte der Bischof am Freitag, 9. Dezember 2016 gegenüber dem Evangelischen Pressedienst epdö im Hinblick auf den internationalen "Tag der Menschenrechte" am 10. Dezember.
Bünker erinnerte daran, dass die evangelischen Kirchen in Österreich das Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation" unter dem Motto "Freiheit und Verantwortung" feierten. Auch Menschenrechte würden in Freiheit und Verantwortung wahrgenommen, betonte er.
Zu den wichtigen Auswirkungen der Reformation auf alle gesellschaftlichen Bereiche gehöre auch ihr Beitrag zur Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten, für die Gleichberechtigung von Frauen sowie der Einsatz für Minderheiten. Daher setze sich die evangelische Kirche mit Nachdruck für die Beachtung der Grundrechte ein und sei dankbar, "dass in unserem Land die Menschenrechte im Verfassungsrang stehen". Insbesondere sollte, so Bünker, das Augenmerk auf das Recht auf Religionsfreiheit gerichtet sein, "das für alle Menschen gilt".
Evangelische Kirche in Österreich:
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