Caritaspräsident Michael Landau im Gespräch mit geflüchteten Menschen.
Caritaspräsident Michael Landau im Gespräch mit geflüchteten Menschen.
Caritaspräsident: Politik soll Solidarität fördern und aktiv auf Not im Land reagieren.
Mehr als bisher sollte die Regierung im Jahr 2017 die Not der Österreicher im Blick haben: Mit diesem Appell hat sich Caritas-Präsident Michael Landau in der Zeitung "Österreich" am Samstag, 24. Dezember 2016 zu Wort gemeldet. Eine "breite Koalition zur Sicherung des sozialen Friedens" müsse im nächsten Jahr gelingen, die mit großer Entschiedenheit Problemen wie die 400.000 akut armen Menschen in Österreich und die Rekordarbeitslosigkeit gegensteuere. Sorge tragen müsse man dafür, dass "kinderreiche Familien nicht zu Familien mit armen Kindern" würden, so Landaus Weihnachtswunsch.
Die Menschen in Österreich hätten verstanden, "dass man eine Not nicht gegen die andere ausspielen darf", sagte Landau mit Blick auf die Flüchtlingshilfe. Es sei "bewegend, wie viele Menschen kommen und helfen, wenn es auf sie ankommt" und die Caritas hätte noch nie so viele Sachspenden und Freiwillige verzeichnet wie im Jahr 2016, was ihm Grund zur Hoffnung gebe. Landau: "Wenn die Regierung die große Solidarität, die da ist, fördert und sich gleichzeitig, der Not, die es gibt, aktiv stellt, ist das der beste Weg, um den Zusammenhalt zu befördern."