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07.04.2020 · Kardinal · Ökumene

Kardinal Schönborn gratuliert Kultusgemeinde zum Pessach-Fest

Weltweit feiern mehr als 15 Millionen Juden ab Mittwochabend das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei.

Feier und Gebet nur mit Einschränkungen möglich, "aber dafür umso wichtiger". Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit richtet Doppelbotschaft an Juden und Christen, die jetzt ihre höchsten religiösen Feste feiern: Aktuelle "Selbstisolation" erinnert an Ursprünge des Pessachfestes.

Kardinal Christoph Schönborn hat der Israelitischen Kultusgemeinde zum bevorstehenden Pessach-Fest gratuliert. Wörtlich heißt es in dem Glückwunschschreiben, das an Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister gerichtet ist: "Möge das Pessach-Fest gerade in diesem Jahr ein starkes Zeichen und ein Quell der Hoffnung sein."

 

Die Corona-Pandemie stelle die Menschen in Österreich und auf der ganzen Welt vor besondere Herausforderungen, so Schönborn. Feier und Gebet seien nur mit Einschränkungen möglich, "aber dafür umso wichtiger". Weiter hält der Wiener Erzbischof fest: "Mein Gebet und das Gebet vieler Christen um den Frieden im Nahen Osten und um das Wohlergehen Israels wird in diesen Tagen und Wochen besonders intensiv sein."

 

Weltweit feiern mehr als 15 Millionen Juden ab Mittwochabend das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei.

 

"Fest der Befreiung" trotz Corona

Sowohl Juden als auch Christen müssen mit Pessach bzw. Ostern ihr höchstes religiöses Fest, das traditionellerweise als großes Familienfest begangen wird, heuer in sozialer Distanz feiern: Darauf verweist auch Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, in einer am Dienstag veröffentlichten Doppelbotschaft an alle Jüdinnen und Juden sowie Christinnen und Christen in Österreich. Trotzdem: "Dass Sie, mit Ihren Familien und Ihren Gemeinschaften in diesem Jahr ein Fest der Verbundenheit, ein Fest des Lebens, ein Fest der Befreiung feiern mögen, wünschen wir Ihnen!", wird in dem von Jäggle sowie den beiden Ausschuss-Vizepräsidenten Pfarrerin Margit Leuthold und Willy Weisz unterzeichneten Brief betont.

 

Die drei erinnern darin an das erste Pessach-Fest. Mose habe die Juden aufgefordert, in der Nacht, in der der Todesengel über Ägypten kommt, nicht aus ihren Häusern zu gehen, um nicht selbst zu sterben: "Selbstisolation, um zu überleben, um den Tag der Erlösung, den Schritt in die Freiheit zu erleben."

Auch wenn es schwerfalle, das Pessach-Fest ohne den Rest der Familie oder ohne Freunde zu feiern, "die Gesundheit und die Aussicht auf viele weitere gemeinsame fröhliche Ereignisse sind es allemal wert, sich selbst in der 'Gefangenschaft der Isolation' auf die bevorstehende Befreiung daraus zu freuen".

 

Auch Christen müssten in diesem Jahr "in getrennten Familien und in leeren Kirchen" feiern, heißt es in dem Schreiben weiter. Trotz Coronakrise gebe es aber Grund zur Hoffnung, betonen Jäggle, Leuthold und Weisz. So sei die positive Quintessenz von Ostern der Glauben an die Auferstehung, der auch den Jüngern nach der "traumatischen Erfahrung" der Kreuzigung Jesu geholfen habe, weiter an die "Befreiung durch das Reich Gottes in dieser Welt" zu vertrauen. "Wenn wir uns aus Leidenschaft zu Gott für das Leben zusammentun und anfangen, anders - ehrlicher, solidarischer, fröhlicher - zu leben, dann sehen wir heute schon Dinge, die andere noch nicht sehen können, dann leben wir heute die Fähigkeit, auch in hoffnungslos scheinenden Situationen an das Leben zu glauben", so der Dreiervorstand des Koordinierungsausschusses.

 

Jüdisches Familienfest

Das Pessach-Fest (auch Passah, Pascha) ist eines der wichtigsten jüdischen Familienfeste. Die Speisenfolge für den sogenannten Seder-Abend - der Vorabend und Höhepunkt des Pessach - ist seit mehr als 1.000 Jahren vorgegeben. Es werden sechs typische Speisen gereicht, die an die harte Zeit der Sklaverei in Ägypten erinnern. Das Bitterkraut steht beispielsweise für die Unterdrückung durch die Ägypter. Salzwasser, in das ein hartgekochtes Ei getunkt wird, ist den vergossenen Tränen nachempfunden. Vier Gläser Wein symbolisieren die vier göttlichen Verheißungen. Jede Familie rezitiert oder singt Texte aus der Haggada, einer rabbinischen Textsammlung über den Auszug.

erstellt von: red/kathpress
07.04.2020
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Sonnengesang

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 3.10. 2025

Erbarmen und Dankbarkeit

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Sonntagsevangelium vom 12.10.2025

Das kleine Körnchen Glaube

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Sonntagsevangelium vom 5.10.2025

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Lazarus vor deiner Tür

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Sonntagsevangelium vom 28.9.2025

Zettel mit den Worten 'Die Macht der Worte'

Die Macht der Worte

"Antworten" von Kardinal Christoph Schönborn, aus der Zeitung HEUTE, am Freitag, 25. September 2025.

Kranker Mann mit vielen Medikamenten.

Wie sterben?

"Antworten" von Kardinal Christoph Schönborn, aus der Zeitung HEUTE, am Freitag, 19. September 2025.

Kardinal Schönborn in Köln: Mut und Hoffnung in der Krise

Kardinal Schönborn feierte vergangenen Sonntag als päpstlicher Legat den Gottesdienst zum 350- Jahr-Jubiläum von St. Maria in der Kupfergasse in Köln.

Gott und das liebe Geld

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn am 21.9.2025

Das Kreuz im Widerspruch

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Sonntagsevangelium vom 14.9.2025

Überfluss und Mangel

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 12.9. 2025.

Heilig

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 5.9. 2025

Jesus wird immer schwächer und kann das Kreuz kaum mehr tragen. Die Soldaten befehlen dem Bauern Simon von Cyrene, das Kreuz zu tragen., Mt 27,32 (vgl. auch Mk 15,21; Lk 23,26), Bad Schönau; Marienkirche

„Erfolgsrezept“ Christentum

Gedanken zum Evangelium Sonntagsevangelium vom 7.9.2025 Lk 14,25-33 von Kardinal Christoph Schönborn.

Predigt von Kardinal Schönborn heute Vormittag zur Seligsprechung von Bischof Eduard Profittlich

Die Seligsprechung von Erzbischof Eduard Profittlich findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem alte Wunden wieder aufzubrechen drohen. Gerade in dieser Gegend der Welt ist diese Sorge besonders gegenwärtig... so Kardinal Christoph Schönborn heute Vormittag in Tallin, wo er der Seligsprechung des ersten Bischofs von Estland vorstand. 

Schule und Reli

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 29. August 2025

Religion und Gewalt

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 22. August 2025

Himmel oder Hölle

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 24. August 2025

Gerangel um Rang und Ehre

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 31. August 2025.

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