Die Gemeinschaft Cenacolo bietet jungen Menschen in Krisensituationen – besonders bei Drogenproblemen – die Möglichkeit zu einem Neubeginn.
Die Gemeinschaft Cenacolo bietet jungen Menschen in Krisensituationen – besonders bei Drogenproblemen – die Möglichkeit zu einem Neubeginn.
Festprogramm am 2./3. September im burgenländischen Kleinfrauenhaid beinhaltet Festgottesdienst mit Kardinal Schönborn.
Die Gemeinschaft Cenacolo feiert Anfang September 2017 das 20-Jahr-Jubiläum des Bestehens ihrer Niederlassung im burgenländischen Kleinfrauenhaid. Die Gemeinschaft bietet jungen Menschen in Krisensituationen, insbesondere bei Drogenproblemen, die Möglichkeit zu einem Neubeginn. Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics hat die Gemeinschaft in einer Aussendung am Freitag gewürdigt: "Cenacolo ist ein großer Schatz in unserer Diözese. Die Gemeinschaft versteht es, die Sprache des Evangeliums als Sprache des Herzens zu begreifen und durch ein aktives Miteinander und Füreinander mit Leben zu erfüllen."
Seit dem 7. September 1997 gibt es die "Gemeinschaft Cenacolo" in Österreich. Das Haus im burgenländischen Kleinfrauenhaid ist die einzige Niederlassung im deutschsprachigen Raum. Das Jubiläumsfest beginnt am Samstag, 2. September, um 14 Uhr mit Gebet, Liedern und Tänzen. Nach der Heiligen Messe um 17 Uhr mit dem Eisenstädter Generalvikar Martin Korpitsch wird um 20 Uhr das Musical "Die Umarmung" aufgeführt - eine neue Inszenierung der Geschichte des verlorenen Sohnes und seines barmherzigen Vaters. Davor gibt es Gelegenheit zum Abendessen und zur Begegnung mit der Gemeinschaft. Der Tag schließt mit einer Eucharistischen Anbetung und Lebensberichten der Gemeinschaft ab.
Der Sonntag beginnt wieder mit Gebeten, bevor um 10 Uhr Kardinal Christoph Schönborn einem Festgottesdienst vorsteht. Mit der Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen und Kennenlernen endet das Cenacolo-Fest 2017.
"Mit ihrem Engagement für junge Menschen in Krisensituationen lebt die Gemeinschaft tagtäglich aktive Nächstenliebe", so Bischof Zsifkovics. Hinzusehen statt wegzusehen, Hilfsbedürftigen Hoffnung geben, Sinnpotenziale aufzeigen und ein selbstbestimmtes Leben aus der Kraft einer solidarischen, empathischen Gemeinschaft entdecken: All das entfaltet Cenacolo zu einem großen Netzwerk des Wieder-Anfangen-Könnens", würdigt der Bischof die Gemeinschaft.
Die Gemeinschaft Cenacolo wurde 1982 von der italienischen Ordensschwester Elvira Petrozzi gegründet. Sie richtete in der Nähe von Turin ein Haus für junge Menschen in schwierigen Situationen, insbesondere mit Alkohol- und Drogenproblemen, ein. Heute unterhält Cenacolo außer ihrem Hauptsitz in Saluzzo mehr als 60 Häuser weltweit und beherbergt - nach Geschlechtern getrennt - etwa 1.500 Jugendliche. Neben jungen Menschen mit Suchtproblemen hilft Cenacolo in den Armutsregionen Afrikas und Lateinamerikas auch verlassenen Straßenkindern.
Die Aufnahme ist unabhängig von Nationalität und religiösem Bekenntnis. Jeder neue Jugendliche bekommt einen persönlichen Begleiter zur Seite gestellt, den so genannten "Schutzengel". Dieses Konzept bewirkt nach eigenen Angaben eine Heilungsrate der Drogenkrankheit von etwa 80 Prozent. 2009 wurde die Gemeinschaft Cenacolo von Papst Benedikt XVI. als "internationale private Gemeinschaft von Gläubigen" anerkannt.
1997 stellte der damalige Pfarrer von Kleinfrauenhaid, Johannes Lehrner, unbenutzte Räumlichkeiten im Pfarrhof zur Verfügung. So gelang es dem damaligen Pfarrer von Siegendorf, Josef Hirschl, gemeinsam mit anderen Pionieren wie dem Bauunternehmer Karl Schiller und dem Arzt Christian Stelzer, ein Cenacolo-Haus in Österreich zu eröffnen. Zahlreiche junge Menschen fanden in den letzten 20 Jahren eine letzte Rettung aus der Drogen- und Alkoholabhängigkeit und den Beginn eines neuen Lebens.
Cenacolo:
www.cenacolo.at